2K PU

Technisches Merkblatt

Anwendungsbereich

Langsam reagierendes, hochelastisches Zweikomponenten-Polyurethanharz.

CarboCrackSeal H Plus dient zum Schließen, Abdichten und dehnfähigen Verbinden von Rissen und Hohlräumen in Bauwerken aus Beton, Naturstein oder Ziegeln.

CarboCrackSeal H Plus kann auch über Injektionsschläuche in Betonierfugen injiziert werden.

Erfüllt die Kriterien nach DIN EN 1504-5:

U(D1) W(1)(1/2/3/4)(5/30)

Anwendbar bei Temperaturen zwischen 5 °C und 30 °C.

Technische Daten

Die angegebenen Daten sind Laborwerte. Sie variieren in der materialtypischen Schwankungsbreite und können sich darüber hinaus bei der Anwendung durch den Wärmeaustausch zwischen Harz und Bauteil, anstehende Feuchtigkeit und andere Faktoren verändern.

Reaktionsdaten (typische Werte)

Mischungsverhältnis A : B1 : 1 Vol.-T.
Ausgangstemperatur6 °C15 °C25 °CNorm
Mischviskosität
5 min nach Mischende
mPa*s290 ± 50170 ± 40150 ± 30MCT PV 10-329
1000 mPa*s im 1 mm-Spalt (isotherm) nachmin55 - 9550 - 8555 - 95MCT PV 10-327
Gelzeith15 ± 2,014,5 ± 1,511 ± 1,0MCT PV 10-311
Schaumfaktorca. 1,0ca. 1,0ca. 1,0MCT PV 10-301
Ausgangstemperatur5 °C18 °C23 °CNorm
Gebindeverarbeitungsdauer
(1 kg-Kombigebinde)
min30 - 4025 - 3517 - 27MCT PV 10-328

Stoffdaten

Komponente AKomponente BMischung A/BNorm
Dichte bei 25 °Ckg/m3985 ± 151092 ± 15-DIN 12791
Farbe-honigfarbenbraun-
Viskosität bei 25 °CmPa*s285 ± 5014 ± 3150 ± 30EN ISO 3219
Viskosität bei 15 °CmPa*s550 ± 6020 ± 5170 ± 40EN ISO 3219
Viskosität bei 6 °CmPa*s995 ± 10034 ± 7290 ± 50EN ISO 3219

Verarbeitung

Das Mischharz wird in der Regel über Bohrloch und Bohrpacker in den abzudichtenden Riss injiziert bis zum Austritt aus Kontrollbohrungen. Dabei kann CarboCrackSeal H Plus nach zwei verschiedenen Techniken verarbeitet werden:

Einkomponentige Verarbeitung

Die Harzkomponenten werden im Verhältnis 1:1 Vol.-T. sorgfältig gemischt und mit einer handelsüblichen 1-K-Pumpe verpresst. Zu beachten ist die temperaturabhängige Verarbeitungszeit.

Zweikomponentige Verarbeitung

Die Harzkomponenten werden separat im Verhältnis 1:1 Vol.-T. gefördert und vor der Injektion ins Bohrloch mittels spezieller, wieder verwendbarer Statikmischer gemischt.

Vor der Injektion ist die Injektionspumpe dahingehend zu überprüfen, dass beide Komponenten im Verhältnis 1:1 Vol.-T. gefördert werden.

Anwendbar bei Volumenströmen ≥ 0,3 l/min, Umgebungs- bzw. Bauteiltemperaturen zwischen 5 °C und 30 °C und einer Produkttemperatur > 15 °C.

Bei Zufluss von druckhaftem Wasser, das durch CarboCrackSeal H Plus nicht gestoppt werden kann, wird CarboStop U injiziert, bis der Wasserfluss aufhört, und unmittelbar danach über gesonderte Packer CarboCrackSeal H Plus injiziert.

Lieferform

Alle Verpackungen entsprechen den gesetzlichen Vorschriften der Gefahrgutverordnung Straße (GGVS).

Die unterschiedlichen Abfüllgewichte entsprechen aufgrund der unterschiedlichen Dichten einem Volumenverhältnis von 1:1.

Für die einkomponentige Verarbeitung

CarboCrackSeal H Plus
1 kg im Kombigebinde (474 g Komp. A und 526 g Komp. B)

Für die zweikomponentige Verarbeitung

CarboCrackSeal H Plus, Komponente ACarboCrackSeal H Plus, Komponente B
5 kg im Weißblechgebinde5,5 kg im Weißblechgebinde
10 kg im Weißblechgebinde11 kg im Weißblechgebinde
20 kg im Weißblechgebinde23 kg im Weißblechgebinde

Andere Lieferformen auf Anfrage.

Lagerung, Haltbarkeit

Mindestens sechs Monate nach Lieferung bzw. zwölf Monate nach Produktion bei trockener Lagerung zwischen 10 °C und 30 °C. Bei Verwendung länger gelagerter Produkte wird grundsätzlich empfohlen, dass Minova CarboTech GmbH vor der Anwendung dieses Produktes prüft, ob die Produktspezifikation noch gegeben ist.

Die gesetzlichen Lagerbestimmungen sind zu beachten (s. Sicherheitsdatenblatt).

Vorliegende Zeugnisse und Gutachten

  • Zertifikat der Konformität der werkseigenen Produktionskontrolle Nr. 0921-CPR-2168 (QDB, 2015)
  • Bestimmung von identifizierenden Eigenschaften und Leistungsmerkmalen P 2.1/07-431/2 (MFPA Leipzig, 2008)
  • Chemisch toxikologische Untersuchungen A-168400-08-WR (Hygiene Institut, 2008)
  • Bewertung der Auswirkungen von Bauprodukten auf Boden und Grundwasser

C-184148-09-Bs (Säulenversuch nach dem DIBt-Merkblatt, Hygiene-Institut 2009)

  • EG-Konformitätserklärung (Essen, 2009)
  • Übereinstimmungszertifikat Reg. Nr. ZERT 124 | 15/ 759 (QDB, 2015)
  • Eluat Fischgiftigkeit 181637-09WR 18.08.2009
  • Auswirkung des Polyurethans CarboCrackSeal H Plus auf polymere Einlagen (Uni Essen, 2010)
  • Allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis in Verbindung mit Injektionsschlauch CEM-11:
    P-5000/6384 MPA-BS (MPA Braunschweig, 2011)
  • Prüfzeugnis entsprechend KTW-Empfehlungen (LADR GmbH, 2011)
  • Allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis in Verbindung mit MASTERTUBE – Verpressschlauch:
    P-SAC 02 / 5.1 / 10 – 369 (MFPA Leipzig, 2011)
  • Prüfbericht Glasübergangstemperatur (ibac, Aachen 2011)
  • Bestimmung der Injektionsfähigkeit nach DIN EN 1771 UB 1.4/11-041 (MFPA Leipzig, 2012)
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